Einleitung Werke 

Jeder Mensch muss eine innere Revolution erleben, bevor er sich lebenslänglich dem Komponieren verschreibt. Für mich war es das Erleben der Fülle musikalischer Schwingungen, die nach Ausdruck und Verwirklichung verlangt. Ich bin fest davon überzeugt, dass diese Schwingungen den göttlichen Anteil an der Musik ausmachen. Meinem Gehör ist es gegeben, den Reichtum der tonalen Sprache als Medium der musikalischen Kommunikation immer aufs Neue zu entdecken. Unser ästhetisches Empfinden ist heute anders als in der Klassik und der Romantik, sonst wären wir bloß Epigonen. Doch wir verdanken der Klassik ein unermesslich großes Erbe, das immer zum Greifen nahe bleibt. Sei es im Ausschöpfen aller musikalischer Gedanken, im konsequenten Einheit-schaffen bei aller Lust zu Gegensätzen, sowie im Beziehungsreichtum des Melodischen, des Harmonisch-Klanglichen und der Rhythmik. Im Gegensatz zur Unterwerfung der Musik unter Parametern schaffen wir so ein Maximum an Freiheit, im Detail wie in den großen Formen. Jeder findet seinen Stil, wenn er zu sich selbst findet. Nur dort kann er sich am lebendigsten ausdrücken. Wie schon viele Generationen vor mir hat mich die Folklore verschiedener Länder zu Stücken inspiriert. Es ist eine Besinnung auf unsere Wurzeln, die heute nach wie vor höchst nötig ist. Wir sind gegenwärtig Gott sei Dank mit sehr vielen Nationen verbunden, daher auch nicht auf eine bestimmte Nationalmusik fixiert. Die ganze Welt ist quasi zu unserem Zuhause geworden. In meiner Klezmer-Serenade Op. 18 war es die jüdische Musik, in meinem Flötencapriccio Op. 43 die osteuropäische, in meinem 3. Streichquartett Op.44 die tschechische und österreichische Musik, die mir den Anstoß gab; in meinem Klaviertrio Op. 40 war es gar ein chinesischer Er-hu-Spieler. Man muss nicht in einem bestimmten Land geboren sein, um dessen Folklore zu verinnerlichen und sie in seine eigene Sprache zu integrieren. Mit dem heute oft üblichen World Music-Gulasch hat das nichts zu tun.

Meine geistlichen Werke stehen Menschen aller Konfessionen und Glaubensrichtungen offen, die eine Du-Beziehung zu Gott erlebt und zum Bestandteil ihres Lebens gemacht haben. Ein Gloria (Op.5) bringt die Freude des Menschen über sein Weiterleben auf der höchsten Stufe des Menschseins zum Ausdruck. In den Passionsgesängen Op. 36 manifestiert sich das harte Ringen um die Annahme des Leids und somit auch um die Annahme des Opfertodes Christi. In der Motette "Im Anfang war das Wort" Op. 42 findet das Wunder der geistigen Schöpfung Mensch seinen Ausdruck, im Abendmahl Op.21 die tiefe liebende Verbundenheit Jesu mit uns allen, wenn wir seine Nähe suchen.

Viele dieser Werke verdanken ihre Uraufführung dem Neuen Künstlerforum Wien, dem Festival Musikalischer Sommer in Ostfriesland - Groningen, dem Ensemble Wien-Klang, der Webern-Sinfonietta, der Köchel-Gesellschaft in Krems, dem Chorus Musica Sacra u.a.


Solowerke 
- Fantasie für Viola solo Op. 4
Aufn.: Erik Wen-Bo Xu, Viola

- Variationen über ein Thema von Ph.E.Bach für Klavier Op. 31
- Fantasie für Klavier solo Op. 35a

Kammermusik 
a) Duos
- Sonate für Violoncello und Klavier Op. 16
- Passacaglia für Violine und Klavier Op. 20
- Sonatine für Violine und Klavier Op. 23
- Sonate für 2 Klaviere Op. 38
Aufn.: Julia Marie Müller, Iwan König, Klavier

- Capriccio für Flöte und Klavier Op. 43

b) Trios
- Trio für Klarinette, Violine und Klavier Op. 7
- Variationen über ein Thema aus Don Pasquale für Violine, Viola und Klavier Op. 14
- Trio für Violine, Violoncello und Klavier Op. 28
- Trio für Violine, Violoncello und Klavier Op. 40

c) Quartette
- Streichquartett Op. 22 ( Mariä Flucht )
Aufn.: Jade Quartett

- Streichquartett Op. 44
Aufn.: Jade Quartett


d) Streichsextett Op. 12

Orchesterwerke 
- Divertimento f. Orchester Op. 6
- Klezmer-Serenade f. Streichorchester Op. 18
Aufn.: Sonyc Orchestra New York, Dirigent Peter Barcaba

- Capriccio für Klavier und Orchester Op. 27
- Rhapsodie für Orchester Op. 29
- Ballade für Orchester Op. 46

Konzerte 
- Konzert für Marimba und Streichorchester Op. 33
Aufn.: Ensemble Wienklang, Solist Gottfried Barcaba, Dirigent Peter Barcaba

- Konzert für Sopransaxofon und Orchester Op. 37
Aufn.: Webern Sinfonietta, Solist Rok Volk, Dirigent Helmut Zehetner

Lieder 
- Op.11 (Singstimme, Horn, Klavier )
- Zyklen Op. 24, 26, 30 Singstimme, Klavier
- einzeln: Op. 34 Singstimme, Klavier

Chorwerke 
- 3 Motetten für gemischten Chor Op. 39
- Mottete "Im Anfang war das Wort" für gemischten Chor Op. 41

Geistliche Werke 
- Lieder nach Visionen v. Joa Bolendas ( Singstimme, Klavier ) Op. 1
- Gloria für Chor und Orchester Op. 5
- Getsemaneh für Soli, Chor und Orchester Op. 9
- Schöpfungsgebet für Streichquartett und Singstimme Op. 17
- Abendmahl für Solostimmen und Orchester Op. 21
- Jesu Geburt ( gem. Chor, 2 Flöten, 2 Marimbas, Orgel ) Op. 32
Aufn.: Cantori Silvae, Quartett Conflusio, Dirigent Peter Barcaba

- Passionsgesänge ( 1-2 Solostimmen, Klavier ) Op. 36
- Hohelied ( A.T. ) Op. 45 Singstimme, Streichquartett